Mittwoch, 22. Oktober 2014

[Rezension] Das Kosmotop - Andreas Brandhorst

Endlich gibt es mal wieder was von mir. Mein letzter Post ist nicht mal ganz zwei Wochen her und dennoch kommt es mir persönlich wie eine kleine Ewigkeit vor. Am liebsten würde ich öfters Posten, allerdings finde ich meistens nur am Wochenende dazu Zeit und somit ist die Zeit momentan leider relativ knapp. Aber ich will nicht zu viel schreiben, schließlich seid ihr ja für meine Rezension hier ;)

Allgemeines:
Titel: Das Kosmotop
Author: Andreas Brandhorst
Verlag: Heyne
Quelle (gilt auch für Cover und Klappentext)

Einleitung:
Dieses Buch habe ich mal beim shoppen gesehen und es klang nicht schlecht. Also ist es auf meiner Wunschliste gelandet. Ich habe zu meinem Abi/ Geburtstag von zwei befreundeten Familien als Geschenk ein paar Bücher bekommen und dieses war dann mit dabei. Also lag es noch gar nicht so lange auf meinem SuB.

Cover:
Das Cover hat was Mysteriöses und das hat mich beim ersten Blick auf das Cover angezogen. Die Wolken vor dem Universum, die es leicht verhüllen haben einen großen Anteil an dieser Wirkung. Das Raumschiff auf dem Bild könnte ich jetzt spontan nicht zuordnen. Vor dem lesen fand ich es super, jetzt nicht mehr wirklich, da mir persönlich der Bezug zum Inhalt fehlt. Da hätte man, wenn es nach mir ginge, ein besseres Motiv finden können.
Was ich nicht ganz verstehe, ist der Aufdruck „Originalausgabe“ in der rechten oberen Ecke. Ist zwar eine nette Zusatzinfo aber gehört meiner Meinung nach nicht auf das Cover, solange es keine besondere Bedeutung hat. Aber vielleicht kennt ihr ja einen guten Grund dafür?

Inhalt:
Die ferne Zukunft: Die Galaxis wird von intelligenten außerirdischen Zivilisationen regiert – und die Menschheit steht kurz vor dem Aussterben. Einer der letzten Menschen, ein Mann, der sich schon seit Jahrhunderten selbst immer wieder geklont hat, ist inzwischen zum Berater der galaktischen Regierung aufgestiegen. Als auf der alten Erde ein seltsames Artefakt gefunden wird, soll er ermitteln, was es damit auf sich hat. Es birgt, das wird bald klar, das Geheimnis der Zukunft des Universums …

Zuerst muss ich was zum Klappentext sagen. Der Klappentext ist mal wirklich absolut von auch nur dem Hauch eines Spoilers und beschreibt wie es aussieht. Von der eigentlichen Handlung erfährt man bis auf mögliche Akteure noch nichts. Ist mal eine schöne Abwechslung und erfrischend anders. Allerdings ist der Klappentext von meiner Warte aus ein kleines bisschen überdramatisch geschrieben.
Der Inhalt hat sich, wie bereits zu vermuten war, hauptsächlich um das Kosmotop gedreht. Allerdings war das Kosmotop anders eingebunden, als ich zuerst vermutet hatte, aber die Weise war auch logisch und sehr gut nachvollziehbar.
Die Story hat sich hauptsächlich um eine Person gedreht aber es gab auch häufiger mal Kapitel, in denen eine andere Person im Fokus stand. Hinzu kamen ab und zu Rückblicke, die aber alle Handlungsrelevanz hatten, auch wenn die tiefe teilweise erst später bewusst wurde.
Insgesamt fand ich auch die Welt relativ interessant. Man hat nach und nach immer mehr Informationen bekommen und konnte sich so vieles nach und nach erklären. Ich hätte allerdings an einigen Stellen gerne noch ein paar Informationen mehr gehabt.

Charaktere:
Der Protagonist dieses Buches war Corwain. Ich fand ihn relativ sympathisch und konnte sein Handeln Großteils nachvollziehen. Gegen Ende hat er sich sehr stark verändert aber auch dies war sehr gut nachvollziehbar gestaltet.
Besonders interessant fand ich aber Solace, die Freundin von Corwain. Sie ist ein sehr interessanter Charakter und vollendet den Protagonisten erst. Das Zusammenspiel der beiden Charaktere war wirklich schön zu lesen.

Kritik:
Fangen wir mal bei den Charakternamen an. Bestimmte Charaktere hatten sehr exotische Namen, die auch noch sehr lang waren. Manchmal wurde die Kurzform benutzt, öfters aber auch mal der volle Name. Dann musste man immer erst überlegen wer das nochmal war, da sich die langen Formen doch relativ kompliziert lasen. Damit ihr nachvollziehen könnt, was ich meine, hier ein Beispiel, wie die Namen einer bestimmten Gruppierung gestaltet waren: Jae-al-Escoe-Hoivinio-tan Mauleon-Caliquire-tan-Neszulan. Und ja, das war ein einzelner Name.
Ein weiterer Punkt, den ich nicht ganz gelungen fand, war die Einbindung von Rückblicken.  Teilweise habe ich erst nach ca. einer Seite gemekrt, dass es ein Rückblick war und musste sie dann noch einmal überfliegen, um das Geschehen richtig zuordnen zu können. Dies war leider kein Einzelfall. Dieser Effekt ist schätzungsweise dadurch entstanden, dass die Story am Anfang nicht ganz linear war und einzelne Kapitel vor den Rückblicken so geendet haben, das fast alles als nächstes hätte passieren können.

What else?:
Die Welt ist teilweise sehr abstrakt, so dass man sich teilweise ein bisschen mehr Zeit nehmen muss für das Buch. Ich habe das Buch dennoch relativ zügig gelesen, auch wenn ich glaube, dass ich bei einem zweiten lesen noch neue Informationen finden könnte, da es wie gesagt zum Teil sehr abstrakt und somit auch kompliziert ist. Dies lässt sich auch am Glossar am Ende des Buches erahnen. Das Glossar besteht aus neun ein halb dicht bedruckten Seiten, in dem man nochmal einzelne Dinge nachschlagen kann, wenn es zu komplex werden sollte.

Fazit:
Insgesamt war es ein Buch, bei dem mir das Lesen spaß gemacht hat. Allerdings sind die Kritikpunkte nicht komplett unerheblich weswegen es hier Abzüge gibt. Besonders interessant fand ich die Idee der Algostochastik die in diesem Buch besonders gegen Ende eine gewisse Bedeutung hatte. Aber es wird auch nicht in den Vordergrund gedrängt, sodass auch jeder, der Mathe nicht wirklich mag, kein Problem mit dem Buch haben wird.
Zusammen fassend kann man sagen ein Buch mit interessanten Gedanken aber auch ein paar Mängeln. Deswegen meine Wertung:
4 Sterne mit einer leichten Tendenz nach unten.

So ganz langsam baue ich meinen SuB wieder ab. Wie sieht es bei euch aus?

Euer Büchernerd

Freitag, 10. Oktober 2014

[Rezension] Die schweigenden Frauen - Max Landorff

Heute gib es mal eine Fortsetzung von einem Buch mit einem außergewöhnlichen normalen Protagonisten. Viel Spaß:

Allgemeines:
Titel: Die schweigenden Frauen
Autor: Max Landorff
Verlag: Fischer Scherz
Quelle (gilt auch für Cover und Klappentext)

Einleitung:
Mal wieder war ich in einer Buchhandlung (mal was ganz anderes ;) ) und sah dieses Buch. Über den Regler gab es bereits zwei Bücher. Das erste habe ich wirklich gemocht, beim zweiten war es aufgrund des Endes eher eine Hassliebe. Aber nach so einem Ende wollte ich nun endlich wissen, wie es weiterging. Erst ist es auf meine Wunschliste gewandert und dann ist es irgendwann in meinem Regal gelandet.

Cover:
Die schweigenden Frauen
Das Cover hat den gleichen Stil, wie die anderen Regler Bücher. Ein weißer Hintergrund, der für vieles stehen kann. In gewisser weise passt das gut zum Regler, je nachdem, wie man es interpretieren möchte. Der Titel steht mal wieder zusammen mit der Silhouette im Vordergrund. Diesmal ist es allerdings nicht wie bei den ersten beiden Teilen ein Mann sondern eine Frau. Finde ich persönlich passend, da den Frauen, wie der Titel bereits vermuten lässt, eine große Rolle zukommen lässt.
Ich mag die Cover der Reihe. Irgendwie sehr schlicht und doch haben sie was Anziehendes.

Inhalt:
Gabriel Tretjak ist der REGLER. Für die, die es sich leisten können, regelt er Karriere, Liebe, Geld. Da wird in sein Berliner Apartment ein Paket geliefert. Zwei eingeschweißte Frauenbeine, abgetrennt an der Hüfte. Mit einem Tattoo, das nur einer so gut kennt wie der REGLER selbst: sein Bruder. 
Zur gleichen Zeit findet in Niederbayern ein Pfarrer einen abgeschnittenen Frauenkopf vor dem Altar. Und in Südfrankreich wartet eine Frau in einem Cape unter einem Kirchturm. Jede Nacht. Seit Jahren … (Klappentext)

Die Geschichte des Reglers geht weiter. Zu dem Inhalt der Geschichte möchte ich ungern all zu viel verraten. Die Geschichte ist auf jeden Fall wieder typisch für den Regler. Viele größere und kleinere Geschichten und Hinweise, die sich am Ende zu einem großen ganzen Zusammenfügen. Schön war auch, dass man viel über die Vergangenheit des Reglers erfahren hat und so viele Fragen, die man aus den beiden vorherigen Büchern hatte, beantwortet wurden.
Dieses Buch hatte auch wieder ein sehr schönes Ende und ich persönlich vermute, dass es der Abschluss der Regler-Trilogie ist. Ob das wirklich so ist, oder der Autor andere Pläne hat, weiß ich natürlich nicht. Aber dieses Ende würde sich dafür perfekt anbieten.

Charaktere:
Viele Charaktere dürfte der Leser bereits kennen. Den Regler aka Gabriel Tretjak mit dem gleichen undurchsichtigen Verhalten wie eh und je. August Maler, den herzkranken Kommissar, der immer schon eine wichtige Rolle gespielt hat. Und auch die eine oder andere Person, die in einem früheren Buch schon die eine oder andere wichtige Rolle hatte und in den Hintergrund geriet hatte jetzt wieder ihren Auftritt.
Insgesamt verhalten sich die Charaktere so, wie man es von ihnen gewohnt ist, auch wenn es immer mal wieder zu der einen oder anderen Überraschung kommt, was zum Teil auch daran lag, dass man was über die Vergangenheit erfahren hat.

Kritik:
ACHTUNG SPOILER (BÜCHER 2+3)!:
Das Ende des zweiten Buches war wie bereits erwähnt sehr ungewöhnlich. Der Regler lag tödlich verwundet im Krankenhaus und man wusste nicht, ob er es überleben wird. Nicht wirklich das, was man von einem Ende erwartet, besonders weil das Ende des ersten Buches sehr schön abgerundet war.
Im dritten Teil ist der Regler dann direkt von Anfang an wieder direkt fit und es wird am Anfang  einmal kurz im Nebensatz angedeutet, dass er im Krankenhaus war. Später wurde es dann immerhin ein paar mal erwähnt, dass er im Krankenhaus lag. Eine wirkliche Schlüsselrolle hatte es im Buch allerdings nicht und war eher Beiwerk.
Das fand ich persönlich eher unschön, da dass Ende des zweiten Buches somit meiner Meinung nach unnötig war.
Weitere große Kritikpunkte habe ich nicht, da ich bereits genau wusste, was mich erwartet.

What else?:
Der Erzählstil des Autors hat so seine Eigenarten. Zum einen gibt es immer mal wieder eine Vorschau auf das, was gleich passieren wird. Dabei ist er sehr präzise und dennoch stets ungenau, sodass man zwar weiß, was passieren wird aber nicht wie oder warum. Diese Technik wird nicht übermäßig oft genutzt trägt so zum Charme des Buches bei. Der Leser bleibt genau so, wie die Charaktere im Dunkeln, warum dieses oder jenes geschieht, aber er erfährt, was die meisten Charaktere denken und kann somit das handeln auch Großteils nachvollziehen. Ein paar Ausnahmen gibt es natürlich immer, besonders wenn es um den Regler geht.

Fazit:
An sich ein sehr gutes Buch, allerdings weiß ich nicht genau, wie ich die Kritik verarbeiten soll. Muss ich sie eher auf das zweite Buch beziehen oder doch auf dieses? Ich habe mich schließlich dazu entschieden, diesem Buch einen Punkt dafür abgezogen, weil mehr Abzüge dem Buch einfach nicht gerecht geworden wären. Insgesamt kann ich die ganze Regler Reihe empfehlen, jetzt wo das dritte Buch erschienen ist. Vorher war das Bild durch den zweiten Band doch sehr getrübt.
Die Schweigenden Frauen hat den Eindruck zum Glück wieder revidiert aber um den kleinen Abzug kommt es nicht herum.
Insgesamt somit verdiente 4 Sterne.

Mir ist aufgefallen, dass ich momentan wild durch die Genres lese. Wie sieht es bei euch aus?

Euer Büchernerd

Montag, 6. Oktober 2014

[Tag] Meine Lieblingsschauplätze

Zur Abwechslung zwischen den Rezensionen mal ein schöner Tag. Mein Dank dafür geht an die Liebe Dana. Der Reihenfolge in meiner Liste habe ich keine Bedeutung beigemessen also dürft ihr selbst interpretieren welche Welt ich am Liebsten mag ;)

Mittelerde (Der Herr der Ringe)
Einfach ein absoluter Klassiker. Wer die Bücher nicht kennt sollte sie unbedingt lesen. Zum Teil musste ich mich ein bisschen quälen aber das Ende war einfach umwerfend gut und hat die Quälerei mehr als wett gemacht..

Mögliche Zukunft (Daemon/ Darknet)
Die Bücher zeigen in einem realistischen Rahmen auf, was mit Technik alles möglich sein wird und wie sie zu guten Zwecken eingesetzt werden könnte. Mir gefällt die Vorstellung von solch einer Welt.

Justifiers-Universum (Collector und Justifiers-Reihe)
Eine Science-Fiktion Welt mit vielen interessanten Geschichten, die von verschiedenen Autoren erzählt werden. Allein schon für die Idee gibt es ein dickes plus.

Keine passende Bezeichnung (Alle Bücher von Markus Heitz im Knaur Verlag)
Die Bücher spielen großteils in Leipzig und die Umsetzung ist wirklich gut gemacht. Es würde den meisten wohl nicht einmal auffallen, wenn die Geschichten wirklich real wären. Deshalb sind die Bücher hier dabei.

Das Geborgene Land (Zwerge-Reihe)
Das Geborgene Land ist ein Schauplatz der sich innerhalb einer Reihe so sehr verändert, wie ich es vorher selten erlebt habe. Die Veränderung ist eingebunden in eine sehr schöne Geschichte. Einfach nur Top.

ISHÍM VORÓO (Legenden der Albae-Reihe)
Das Geborgene Land ist zwar in gewisser Weise ein Teil von diesem Schauplatz, aber in jeder Buch Reihe sind die Prioritäten komplett unterschiedlich gesetzt, weswegen dieser Schauplatz seine eigene Erwähnung bekommen musste.

Urte (Die Brücke der Gezeiten - Reihe)
Bis jetzt habe ich nur den ersten teil der Reihe gelesen aber ich fand die Welt einfach nur faszinierend und freue mich bereits auf den zweiten teil, den ich mir demnächst mal zulegen werde.

Otherland (Otherland-Reihe)
Ein sehr interessante Welt, zu der ich allerdings noch nicht all zu viel weiß, da ich erst den ersten Teil der Reihe gelesen habe. Den Rest werde ich irgendwann mal lesen, allerdings beanspruchen die Bücher sehr viel Zeit, weswegen sie eher hinten auf meiner Prioritätenliste stehen. Dennoch bleibt die Welt faszinierend.

OASIS (Ready player one?)
Eine virtuelle Welt die sehr interessant erscheint. Ich weiß nicht wie ich die Welt beschreiben soll ohne zu viel zu verraten aber das zugehörige Buch war einfach top. Ich habe am ersten Tag die ersten ca. 100 Seiten gelesen, um dann am nächsten tag die restlichen 400 zu beenden.

Götterwelt (Götterdämmerung)
Das Buch geht nicht wirklich ernst mit den Göttern um und lässt alle jemals erdachten Götter in einer Welt leben. Der Hauptfokus liegt zwar auf den nordischen und griechischen Göttern aber es gibt dennoch die eine oder andere nette Szene mit einem anderen Gott.

Ich hoffe es hat euch gefallen und ich habe euch die eine oder andere Welt, die ihr noch nicht kanntet ein bisschen näher gebracht. Dass ich eigentlich nur Welten erwähnt habe, liegt daran, dass die meisten Welten erst in ihrer Gesamtheit so richtig stimmig werden.
Euer Büchernerd

Donnerstag, 2. Oktober 2014

[Rezension] Exkarnation, Krieg der alten Seelen - Markus Heitz

Heute mal eine Rezension zu einem Buch eines Autors, von dem ich schon so einige Bücher gelesen habe. Heute mal ohne große Worte, viel Spaß:

Allgemeines:
Titel: Exkarnation - Krieg der alten Seelen
Autor: Markus Heitz 
Verlag: Knaur Taschenbuch
Quelle (gilt auch für Klappentext und Cover)

Einleitung:
Markus Heitz ist ein Autor den ich gerne lese. Ich habe von ihm 13 Bücher, inklusive diesem, im Regal stehen und ein weiteres liegt auf dem SuB. Aus der Bücherei hatte ich weitere sechs Bücher von ihm ausgeliehen und gelesen. War also keine große Überlegung, ob ich mir dieses Buch wieder kaufen werde. Erschienen ist das Buch am 01.08 also noch relativ neu und ich habe es mir dann auch so ein bis zwei Wochen später gekauft.

Cover:
9783426516232
Schwarzes Cover mit einem Totenkopf, der von einer Hand von oben gehalten wird. Der Hintergrund ist in schwarz gehalten, allerdings kommt vor allem in den Ecken ein Weißton durch, was das Buch abgegriffen aussehen lässt. Die Schriftzüge sind hauptsächlich in einem „verdreckten“ Weiß gehalten, passend zum Rest. Ein Schriftzug ist in einem Farbton gehalten, der nach lesen des Buches nur als Bernsteinfarben beschrieben werden kann. Dies passt sehr gut zum Inhalt.
Spannend wird es auf der Innenseite der Klappbroschur. Der Hintergrund ist in dem gleichen Stil gehalten, allerdings ist dort im Vordergrund ein Bernsteinamulett an einer Kette abgebildet. Auch dieses spielt seine Rolle im Buch und ist auch sehr schön dargestellt.
Insgesamt finde ich das Cover super. Es ist nicht überladen und stellt Bezug zum Thema her, den man aber teilweise erst erkennt, wenn man das Buch gelesen hat. Einfach klasse.

Inhalt:
Ein Wagen rast unvermittelt auf sie zu und überrollt sie. Claire stirbt an Ort und Stelle, obwohl sie ihrem Mann noch helfen wollte, der vor ihren Augen bei einem ­Überfall erschossen wird – doch ihre Seele verlässt die Erde nicht. Beherrscht von dem Wunsch, den Mörder zur Rechenschaft zu ziehen, fährt sie in den Leib der Selbstmörderin Lene von Bechstein. Doch Lenes ­Körper war eigentlich für jemand anderen vorgesehen, und Claire gerät mitten hinein in einen uralten Krieg. (Klappentext)

Der Klappentext beschreibt die wichtigsten Handlungen aus dem Prolog und dem ersten Kapitel und verrät dennoch, worum sich das Buch dreht. Ob in diesem Fall Krieg wirklich das ganz richtige Wort ist, steht auf einem anderen Blatt und es wirkt halt imposanter. Allerdings passt es auch gut zum Schreibstil des Autors, weil es die Brutalität ausdrückt.
Worum es grob geht, hat man relativ schnell herausgefunden. Allerdings ist es nicht so einfach wie es scheint. Es gibt zwar ein paar wenige böse Kandidaten aber der Rest bewegt sich hauptsächlich in einer Grauzone. Auch kommen nach und nach immer mehr Verbindungen zwischen den einzelnen Charakteren ans Licht und jeder hat seinen eigenen Kopf, was denn passieren soll. Einen der beiden Protagonisten kannte ich bereits aus anderen Büchern des Autors, was mir das lesen ein kleines bisschen erleichtert hat. Ich denke aber auch ohne die anderen Bücher findet man sich gut in der Welt zurecht weil der Autor die wichtigsten Fakten auf eine gute Weise einbringt. Ein paar offene Fragen würden zwar bleiben aber die kann man sich auch dann mit den anderen Büchern beantworten.
Ansonsten hat mir die Handlung sehr gut gefallen. Ein paar wenige male war die Handlung der Charaktere zwar vorhersehbar, ab und zu war sie allerdings auch komplett überraschend und dennoch Sinn ergebend.


Charaktere:
Die wichtigste Person in diesem Buch ist Claire. Man erfährt nach und nach mehr von ihr und was in ihr vorgeht. Allerdings kann man sie nur schwer abschätzen, da sie eben nicht einfach nur „Claire“ ist. Allerdings erfährt man auch immer mehr über das, was neu zu ihr gekommen ist.
Eric war mir, wie bereits erwähnt, schon bekannt. Er ist immer noch so, wie ich ihn bereits aus den anderen Büchern kannte. Wenn man die Bücher nicht kennt, erfährt man nicht ganz so viel über ihn. Der Autor beschränkt sich dort eher auf das wesentliche. Ist aber auch ein Argument, die anderen Bücher zu kaufen.
Die anderen Charaktere sind alle mehr oder weniger gut ausgearbeitet. Manche begleiten einen ein ganzes Stück durch das Buch, andere tauchen nur auf, um ein Kapitel später wieder zu sterben. Aber sterben tun sowieso die meisten.

Kritik:
Ich glaube ich bin bereits jetzt durch das lesen von Blogs und auch das selber schreiben ein kleines bisschen kritischer geworden. Ich habe immer wieder drauf geachtet wie viel ich schon über die Charaktere weiß und grade am Anfang, so die ersten 100-150 Seiten hatte ich das Gefühl noch viel zu wenig über die Charaktere zu wissen. Dies hat sich allerdings nach einiger Zeit wieder gelegt und gegen Ende des Buches war ich dann zufrieden mit ihnen.
Andere große Kritikpunkte habe ich an dieser Stelle eigentlich nicht mehr.

What else?:
Ich glaube man muss den Schreibstil von Markus Heitz mögen. In seinen Büchern, die er über den Knaur Verlag veröffentlicht hat, nutzt er einen sehr schnellen und brutalen Schreibstil. Es gibt häufig Verletzte und noch häufiger Tote. Die Bücher sind eindeutig nichts für schwache Nerven. Wen das allerdings nicht stört der wird seinen Spaß mit den Büchern haben, da auch die Vergangenheit teilweise in die Werke eingebunden wird. Dies geschieht auf eine Weise, dass es wirklich so gewesen sein könnte. Insgesamt wird die ganze Fantasy auf eine Art eingebunden, so dass es sehr real wirkt und so auch wirklich existieren könnte. Die Geschichte spielt hauptsächlich in Leipzig, welches schon öfter Schauplatz ähnlicher Bücher des Autors war.
Eine weitere Besonderheit des Buches die ich wirklich super fand waren die Zitate vor jedem Kapitel. Es wurden Zitate von berühmten Persönlichkeiten gewählt, unter anderem von Albert Einstein, Hildegard von Bingen und Wilhelm von Humboldt. Die Zitate hatten alle was mit der Seele zu tun, mal wieder passend zum Inhalt des Buches. Auch dies lässt die ganzen Theorien, die im Buch aufgestellt werden, nochmal ein bisschen realer wirken.

Fazit:
Wie nicht anders zu erwarten hat mir dieses Buch von Markus Heitz mal wieder super gefallen. Ich finde es jedes mal wieder interessant, dass der eine oder andere Bekannte aus einem früheren Buch sinnvoll in das neue Werk eingebunden wird. Ich finde die Bücher von Markus Heitz, die in unserer Welt spielen, wirken immer sehr real und genau das gefällt mir. Wer den Schreibstil allerdings nichts abgewinnen kann wird wohl nicht so viel Spaß mit dem Buch haben.
Ich bin wirklich schon auf den zweiten Teil gespannt und er wird auch wieder mal ein Pflichtkauf sein.
Zusammenfassend ist meine Bewertung somit wohl klar.
5/5 Punkte

Könnte das Buch was für euch sein oder mögt ihr es lieber nicht ganz so blutig?

Euer Büchernerd

Mittwoch, 1. Oktober 2014

[Newsletter] Ein Monat geht, der nächste kommt

Rückblick:

Und schon wieder ist ein Monat rum. Wenn ich zurückblicke, bin ich an sich sehr zufrieden mit dem was war. Meine Wochenenden waren zwar bis auf einen einzigen Tag komplett verplant, sodass ich ab und zu gerne ein bisschen mehr Zeit für mich gehabt hätte, aber es gab auch den den einen oder anderen netten Tag (bzw Abend), der einen das alles vergessen ließ ;)
Dann stand diesen Monat auch noch der 168h Lesemarathon an und ich muss mich einfach nochmal wiederholen: Es war super und hat sehr viel Spaß gemacht.
Fun Fact: Da ihr den Post des letzten Tages noch fleißig weiter kommentiert habt, hat er aktuell nur 8 Aufrufe weniger, als der Post der Lesenacht.

Statistiken und anderer Krams:

Gekaufte Bücher: 0
Beendete Bücher: 4
Veröffentlichte Rezensionen: 2
SuB letzter Monat: 39
SuB heute: 36 (Ich baue wieder ab :) )

Vorschau:

Morgen geht es schon mit dem nächsten Post weiter und noch zwei weitere sind schon geplant.
Die Intensität werde ich den restlichen Monat wohl nicht halten können, aber ich gebe mein bestes.
Büchertechnisch freue ich mich sehr auf den Monat. Das eine Buch hatte ich gestern bereits vorgestellt und dann kommt gegen Ende des Monats auch noch ein neues Buch von Daniel Suarez :))
Mein Miniprojekt, das designen einer Skala, habe ich letzten Monat leider nicht geschafft. Vielleicht schaffe ich es ja diesen Monat. Allerdings muss ich sagen, die Chancen stehen nicht ganz so gut, da mir spontan noch ein Projekt zugefallen ist, auf welches ich noch ein bisschen mehr Lust habe, aber erst noch gucken muss, in wie fern dies durchführbar ist.

Das war dann mal wieder von mir. Auf einen neuen kreativen Monat
Euer Büchernerd